Eine Geschichte über Denttabs: Autorin Martina Haas im Interview zum Thema Mut

Wir können es immer noch nicht ganz glauben: Das erste Buch über die Geschichte von Denttabs ist frisch veröffentlicht. Die Bestseller-Autorin Martina Haas hat sich in ihrem neuen Buch Mit Biss und Ausdauer mit der Erfolgsgeschichte von Denttabs beschäftigt. Ein zentrales Thema ist der Mut und die Ausdauer, die Axel Kaiser, Gründer von Denttabs, über fast 20 Jahre lang bewiesen hat. Wir haben uns mit Frau Haas zusammengesetzt und sie gefragt, was Mut für sie bedeutet und welche Persönlichkeiten sie neben Axel Kaiser als inspirierend ansieht.  


Liebe Frau Haas, was bedeutet Mut für Sie?  

Ohne Mut erreicht man privat und beruflich selten Großes. Mut ist daher eine elementare Eigenschaft von Gründer*innen, Unternehmer*innen und Menschen, die Neuland betreten. Konkret verstehe ich unter Mut, Entscheidungen trotz erkennbarer Risiken und in Situationen mit vielen Unbekannten zu treffen und dabei bereit zu sein, Ängste zu überwinden. Mutige trauen vor allem sich selbst etwas zu. Besonders mutig sind Entscheidungen, die ad hoc getroffen werden müssen, weil eine einmalige Gelegenheit vorliegt. Da schlägt der Bauch oft den reinen Verstand. 

Möchten Sie uns verraten, in welcher Situation Sie das letzte Mal Mut bewiesen haben?   

Mut klingt sehr erhaben, wir denken an Heldentaten. Doch es gibt viele Formen von Mut - dazu gehört bereits, eine Meinung jenseits des Mainstreams zu haben und sie zu äußern. Wir brauchen jeden Tag auch bei kleinen, nicht nur bei großen Lebensentscheidungen Mut. 

Ein Mut-Beispiel aus meinem Joballtag: Kürzlich hatte ich einem Kunden eine Lösung vorgeschlagen, die er keineswegs hören wollte, denn er war bekanntermaßen in eine andere Idee verliebt. Das brachte den lukrativen Auftrag in Gefahr. Doch ich rede niemandem nach dem Mund. Es gelang mir, meinen Kunden zu überzeugen. 

Sie werden staunen: Es gibt ein Mut-Beispiel mit Denttabs-Bezug. Es war mutig von mir, das Denttabs-Buch zu schreiben, mehr noch - es überhaupt schreiben zu wollen, denn damit habe ich gewohnte Pfade verlassen. Meine anderen fünf Bücher drehen sich um meine eigenen Gedanken, Erfahrungen und Ideen zum Netzwerken und zu Karrierestrategien. Im neuen Buch habe ich erstmals eine Unternehmens- und Produktgeschichte und den zugehörigen Unternehmer in den Mittelpunkt gestellt. Es war eine große Herausforderung in der Herangehensweise - wie baue ich das Buch auf? Wie bekomme ich den Spannungsbogen hin? Wie erzähle ich das Fachliche für den Laien verständlich und ohne zu langweilen? Wie halte ich die eigene Begeisterung für das Produkt, die Pille für die Zähne, im Zaun?

In Ihrem Buch berichten Sie über den Mut von Herrn Kaiser, eine Idee über so viele Jahre ohne Erfolg zu verfolgen. Was hat Sie an dem Erfolg von Herrn Kaiser inspiriert, die Geschichte auf Papier zu verfassen?   

Bei Herrn Kaiser muss beim Thema Mut immer die Ausdauer hinzugedacht werden und seine Leidenschaft für seine Pille für die Zähne. Viele sind bisweilen mutig, doch nur wenige halten wie er lange Phasen der Stagnation, Enttäuschungen und das permanente Damoklesschwert des kompletten Scheiterns aus. Deren Mut ist wie eine Eintagsfliege und wenig wert. 

Es sind drei Aspekte, weshalb ich die Geschichte erzählen wollte. Zum einen bin ich von den Zahnputztabletten begeistert. Zum anderen ist es die komplexe Unternehmerpersönlichkeit von Axel Kaiser. Sein Werdegang ist schon deshalb spannend, weil er sich als Fachfremder, als Automechaniker, ergebnisoffen auf das Projekt „Entwicklung eines wasserlosen Zahnpflegemittels“ zunächst als Unterstützer, später als treibende Kraft eingelassen hat. Doch der springende Punkt ist der: Die Denttabs-Geschichte ist für alle Menschen, die zu kämpfen haben, inspirierend und lehrreich, weil sie Mut macht, sich Mut zu erlauben. Kaisers Idee, die Zahnpflege zu revolutionieren, wurde nur deshalb Anfang 2019 schlagartig ein Erfolg, wenn auch spät und ein wenig durch die Hintertür - weil er das Herumdümpeln ausgehalten hatte und unermüdlich drangeblieben war. 

Ein Glücksmoment kam hinzu: Mittlerweile sind so viele Menschen an Nachhaltigkeitsthemen interessiert, die vor 10 Jahren nicht erreicht werden konnten. Mit dem neuen Bewusstsein der Verbraucher war die Zeit reif für den wirtschaftlichen Erfolg der Pille für die Zähne. Die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, die in der Umstellung auf die industriell kompostierbare Tüte gipfelte sowie Axel Kaisers Ausdauer haben sich ausgezahlt. Es bewahrheitet sich, was schon der griechische Philosoph Demokrit wusste: "Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende." 

Kennen Sie andere Persönlichkeiten, die ihrer Meinung nach mutig handeln oder gehandelt haben?   

Ich kenne erfreulich viele mutige Frauen und Männer persönlich, doch ich beginne mit zwei VIPs. Für mich ist Elon Musk einer der mutigsten Unternehmer überhaupt und in aller Munde - neugierig, kreativ und außergewöhnlich risikobereit. 

Der Schauspieler Matthew McConaughey hatte den Mut, gesundheitliche Risiken in Kauf zu nehmen, als er für die Rolle des zuletzt völlig abgemagerten Aids-Kranken Ron Woodruff in „Dallas Buyers Club“ in kurzer Zeit 22 kg abnahm, um diesen glaubwürdig darzustellen. Zusammen mit seiner Schauspielkunst brachte ihm das 2014 den Oskar ein. Zuvor hatte er unter enormen wirtschaftlichen Einbußen riskiert, als Schauspieler in Vergessenheit zu geraten, als er über zwei Jahre trotz Millionengagen keine romantischen Rollen mehr mit dem Image des Schönlings annahm.  

Doch nun zu den Mutigen aus meinem Netzwerk: 

Die 2019 leider verstorbene Berliner Vorbild-Unternehmerin Heidi Hetzer steht an erster Stelle. Sie traute sich was: Mit 77 Jahren ging sie mit ihrem Oldtimer Hudo auf Weltreise, größtenteils alleine – und mit Denttabs Zahnputztabletten an Bord. Sie hat als Rallyefahrerin über 150 Preise gewonnen. Ihr war egal, was die Leute denken. Sie machte ihr Ding. Es freute mich, dass Heidi Hetzer über mich zu einem echtem Denttabs-Fan geworden war. Sie hat als Multiplikatorin einen Ehrenplatz in Mit Biss und Ausdauer. 

Ulrike Detmers hatte schon vor 25 Jahren den Mut, mit ihrem Familienunternehmen Mestemacher lifestyle bakery, gesellschaftspolitische Fragen, insbesondere die der Teilhabe von Frauen im Beruf auf die Tagesordnung zu setzen. Sie wurde für die Auslobung des Preises „Managerin des Jahres“ viele Jahre belächelt. Nun ist der Preis über Deutschland hinaus anerkannt und begehrt. Auch der Mestemacher-Preis für „Spitzenväter“ erntete zunächst Spott. Doch Ulrike Detmers machte mit ihrem Mann zusammen und dem Unternehmen weiter und setzte starke Zeichen. 

Der Medienunternehmer und ehemalige Lobbyist Julien Backhaus ist ein mutiger Unternehmer und Denker. Er probiert immer wieder Neues aus. Mit seinen Büchern, Posts, Podcasts provoziert er. Er redet keinem nach dem Mund, vertritt unangenehme Wahrheiten mit klarer Ansage, ohne sie nett zu verpacken. Mögliche Ablehnung schreckt ihn nicht.  

Vielen Dank Frau Haas für die spannenden Einblicke und Beispiele für mutiges Verhalten. 

 Hier geht's zum Buch  

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